07 Februar 2011

13 Fakten über Ronald Reagan

  1. Reagan war ein großsprecherischer, verantwortungsloser Ideologe
  2. Ronald Reagan verdreifachte in kurzer Zeit die nationalen Schulden
  3. Reagans Wirtschaftspolitik erzeugte Stagflation und Währungskrisen
  4. Reagan senkte Steuern für die Reichen- und erhöhte sie für die Übrigen
  5. Reagan tat alles, um den teuren, militärindustriellen Komplex zu vergrößern
  6. Reagan versagte bei der Kontrolle und Verminderung des Wettrüstens
  7. Reagans Rolle im Umgang mit Diktaturen war, wenn überhaupt: negativ
  8. Reagan versorgte sowohl den Iran, als auch den Irak mit Waffen...
  9. Reagan senkte den Wohlstand seines Landes - der Lohnmedian sank
  10. Das Reagansche Staatsparadox: Während Reagan die Kosten des Staates nach oben jazzte, verringerte er den Nutzen des Staates für die Bürger
  11. Unter Reagan gedieh politische Korruption und Elitenbegünstigung
  12. Reagan handelte oft protektionistisch - gegen den freien Warenverkehr
  13. Die Effekte von "Reagonomics" belasten Amerika noch heute
Reagan wird von amerikanischen Rechtsextremisten, Tea-Party-Aktivisten, Glenn Beck, Sarah Palin, sozialdarwinistischen Libertären und Republikanern geradezu als Gottheit behandelt. Gemessen an deren Standards (z.B. verantwortliche Finanzpolitik, sinkende Staatslasten) müssten sie eher Bill Clinton verehren (siehe Artikel im Slate).

Die spinnen, die Amerikaner. Genauer gesagt, der rechte politische Block in den USA spinnt.

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4 Comments:

At 08 Februar, 2011 14:03, Anonymous Anonym said...

Das mag richtig sein, aber er war auch ein gutaussehender kerniger Mann, bekannt aus Film und TV, mit coolen Sprüchen. Diese seine Leistung darf nicht unter den Tisch fallen!

 
At 16 Februar, 2011 12:02, Anonymous Robin Renitent said...

Ich teile Ihre Ansicht (natürlich) nicht. Hören Sie sich das mal an:Ronald Reagan - A Time for Choosing (October 27, 1964) http://www.youtube.com/watch?v=2pbp0hur9RU

Reagan lag durchaus nicht immer richtig, hatte aber Stil und klare Vorstellungen.

Und tatsächlich spinnen die Amerikaner, die sich von der Constitution entfernen und ihr Land langsam aber sicher in eine sozialistische Volksrepublik umwandeln. Meine Nachbarn jedenfalls sind schon 3 Mal umgezogen um den immer einschneideren "Sozialstaatsmaßnahmen" (also Enteignungsmaßnahmen) zu entgehen.

Sie haben völlig recht: Amerika ist auch nicht mehr das was es war.

By the way: Ich mag 99,99 Prozent der Politiker nicht. Ron Paul mag ich!

 
At 16 Februar, 2011 16:42, Blogger endless.good.news said...

"Die spinnen, die Amerikaner. Genauer gesagt, der rechte politische Block in den USA spinnt."

In Deutschland sieht es doch nicht besser aus. Da wird über die Sozialdemokratisierung der CDU unter Angela Merkel geredet. Das passiert obwohl sie in guter Tradition zur Vorgängerregierung unter Schröder Sozialabbau betreibt.

"Reagan lag durchaus nicht immer richtig, hatte aber Stil und klare Vorstellungen."
Viele Menschen haben klare Vorstellungen und Stil. Damit kann man kein Land regieren. Als Politiker sollte man für sein Volk das Maximum rausholen. Reagan verfolgte eine seichte Form der Wirtschaftsreformen Friedmanns. Als sie nicht so einschlugen erhöhte er den Etat des Militärs, um die Konjunktur zu unterstützen. Durch die Liberalisierung der Finanzmärkte ging der DOW massiv nach oben. Man sieht diesen Knick in den langfristigen Darstellungen deutlich. Durch beide Maßnahmen profitierte eine Minderheit an der Spitze der USA.

"sozialistische Volksrepublik"
Das wird wohl noch eine Weile dauern und hängt vom Bundesstaat ab. Die Steuersenkungen der Bushregierung wurden (für die Superreichen) erst neulich verlängert (sehr sozialistisch).

 
At 23 Februar, 2011 16:06, Anonymous Anonym said...

Dass die amerikanischen Libertären Reagan als Gottheit behandeln ist nun wirklich völliger Unfug. Wer sich in der Szene dort wirklich auskennt , weiß dass allerhöchstens die "Hawks" unter den Libertären, die ganz eindeutig in der Minderheit sind, ihn höchstens wegen seiner Außenpolitik schätzen.
Reagan ist für die meisten amerikanischen Libertären ein Betrüger, der mit dem Mund viel Libertäres geredet hat, dessen Bilanz aber verheerend war. Die Verherrlichung von Reagan ist eine rein konservative Tradition.

Als nächstes wird hier erzählt, Bush Jr. sei ein Libertärer gewesen. Ja, gegenüber dem war Clinton z.B. echt besser.

 

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