20 Mai 2007

Ministerin Shavan ist inkompetent

Annette Schavan ist als Bundesbildungsministerin ist bislang nicht gerade dafür bekannt, Probleme im Bildungs- und Ausbildungsbereich zu lösen - oder überhaupt debattieren zu wollen. Dieser Tage meint sie, dass 50 Lehrberufe "genug" seien. Shavan hat zwar hier rundweg keine Ahnung, worüber sie spricht, aber sie meint trotzdem, dass man von z.Zt. 350 Ausbildungsberufen 300 einsparen könne. Die einzige Begründung dafür lautet, dass man damit das Angebot "übersichtlicher" mache.

Eine dumme Idee.

Man bedenke: Nur noch rund 50% der Jugend werden z.Zt. in betrieblichen Ausbildungsstätten ausgebildet. Die tatsächliche Lehrstellenlücke betrifft über 200.000 junge Menschen. Weite Teile der Wirtschaft stehlen sich dieser Tage feige aus ihrer Verantwortung, während bei Einstellungen gerne diejenigen Arbeitnehmer gewählt werden, die aus dem dualen System der Berufsbildung kommen.

In der Vergangenheit bejubelte diese dirigistische Dame trotz der Probleme am Ausbildungsmarkt den nur teils funktionierenden "Ausbildungspakt". Nun bemüht sich Shavan auf seltsame Weise darum, dass Auszubildende weniger interessant für Firmen werden - und zwar, indem über 80% aller Lehrberufe gestrichen werden sollen.

So, als ob diese Lehrberufe für die Firmen unwichtig seien.

Frau Annette Shavan hat hirnrissige Ideen.

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2 Comments:

At 20 Mai, 2007 14:48, Anonymous Jochen Hoff said...

Wie soll Frau Schavan etwas über Ausbildungsberufe und richtige Arbeit wissen? Damit hatte sie doch noch nie zu tun.

Sie ist eine klassische deutsche Politikerin.

 
At 20 Mai, 2007 15:30, Anonymous Anonym said...

Die Lehrstellenlücke betrifft nicht nur 200.000 junge Menschen, sondern auch mehrere Tausend Arbeitslose über 25 Jahre, die vom Ausbildungsmarkt altersbedingt schon gar nicht mehr aufgenommen werden. Der fehlende Ausbildungsplatz oder die fehlende soziale Abfederung von Studiengebühren und -kosten sind nämlich der eigentlich Grund für Karrieren der Langzeitarbeitslosigkeit. Nachgeholt wird das häufig in überteuerten Qualifizierungsmaßnahmen und Umschulungen für schlecht entlohnte Buckel-Berufe, z.B. als Kraftfahrer oder Lagerarbeiter. Die einzigen, die bei solchen Maßnahmen gewinnen, sind meist die Anbieter, da die persönlichen Talente und Neigungen der Betroffenen komplett unberücksichtigt bleiben. Die DEKRA Akademie wirbt gar mit Vermittlungsgarantien, erklärt aber nicht, dass es sich dabei in vielen Fällen alleine um eine Vermittlung an die eigene Zeitarbeitsfirma DEKRA Arbeit handelt. So wird auf Kosten der Betroffenen doppelt und dreifach abgezockt.

 

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