11 Mai 2007

Hubertus Albers Perücken

Genau wie Jochen Hoff bin ich nicht bereit, für einen gelegentlichen Perückenträger Werbung zu betreiben. Was den Wunsch des Herrn Albers betrifft, mit seiner sehr bürgerlichen Existenz anonym zu bleiben, so tue ich mich diesmal schwer damit, diese Schutzwürdigkeit anzuerkennen. Schließlich handelt es sich hier um einen einfachen ordinären Spaßmacher, und nicht um jemanden, der als Satiriker oder kritischer Autor mit persönlichen Schwierigkeiten zu rechnen hätte.

Andererseits: Das Stalking von Fans kann in massenmedialen Zeiten bedrohliche Züge annehmen. Nur, bitte, bleiben wir realistisch: Im Fall von Hubertus Albers bzw. seinem lustigen Perrückenstadl glaube ich das einfach nicht. Sorry. Die Figur von Murat finde ich übrigens ziemlich klasse, was nicht zuletzt ein Verdienst von Fatih Cevikkollu ist. Lob verdient auch das Autorenteam Thomas Koch, Michael Gantenberg und Peter Freiberg.

Dafür, dass sein Erfolg vor allem von anderen abhängt, nimmt sich Herr Hubertus Albers zu wichtig. Indes: Originell ist seine Idee, dass er den Geschäftsführer von Wikipedia Deutschland nicht mehr verklagen will und trotzdem (!) von ihm die Kosten des Rechtsstreits verlangt.

Möglicherweise ist der Typ, der Atze Schröder verkörpert, ist im richtigen Leben ziemlich daneben.

P.S.
Wenn zwei klagen, gewinnen die Anwälte.

3 Comments:

At 11 Mai, 2007 21:30, Anonymous Anonym said...

> so tue ich mich diesmal schwer damit, diese Schutzwürdigkeit anzuerkennen. Schließlich handelt es sich hier um einen einfachen ordinären Spaßmacher,

genau deshalb darf er anonym bleiben ... weil er ein durschnitsbürger ist.

 
At 12 Mai, 2007 03:34, Anonymous perspektive2010 said...

Falsch, er steht als Schauspieler / Comedian im Rampenlicht, ist somit in gewissem Maße von öffentlichem Interesse. Ich finde das - und das nun ohne jegliche Namensanspielung - komplett albern.

Gruß

Alex

 
At 12 Mai, 2007 08:17, Anonymous Jochen Hoff said...

Ich glaube einfach das er nur falsch beraten wird. Es gäbe diese Diskussion doch gar nicht ohne seine Klagerei. Ich z.B. bin kein großer Fernsehzuschauer, mehr ein Schnellzapper und ausmacher. Ich hätte seinen Namen nie erfahren, wenn er nicht geklagt hätte.

Die beste aller Lebensabschnittsgefährtinnen versucht mir immer Schauspieler, Sänger oder sonstige Berühmtheiten zu zeigen und ist immer ganz entsetzt, das ich die meisten nicht kenne, selbst wenn ich schon persönlich mit ihnen zu tun hatte.

Dadurch das er seine Privatsphäre per Gericht schützen wollte hat er das Gegenteil erreicht.

 

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