31 Oktober 2005

Schröder muss ran

Es wird wohl nichts mit dem Rentnerglück. Nachdem Müntefering den Parteivorsitz geschmissen hat, stellt sich die Frage nach dem Nachfolger auf diesem Posten. Wer soll es machen?

+++ Update +++
Kann mal jemand bitte diesen peinlich superlativistischen Artikel voller Rechtschreibfehler überarbeiten? Beim Schreiben - dem Stil ist es anzumerken - war da wohl jemand sehr erregt. Falls da Pulver unter der Nase kleben sollte: Abwischen!

+++ Update +++
Wenn Müntefering sagt, die Partei solle in Zukunft das Gebot der Geschlossenheit beachten, so ist es interessant zu sehen, inwieweit er selbst zu dieser Geschlossenheit beiträgt. Was ist davon zu halten, wenn jemand dem SPD-Präsidium eine Wahl zwischen zwei Alternativen anträgt, um hinterher darüber verstimmt zu sein?

Auch für "beleidigte" Zuchtmeister gilt: Geschlossenheit in einer demokratischen Partei besteht nicht allein darin, dass oben jemand sagt, wo es lang geht, sondern auch darin, dass das Spitzenpersonal Beschlüsse der Mehrheit mitzutragen bereit ist.

+++ Update +++
Im Moment sieht es so aus, als ob ein Ruck durch das politische Spitzenpersonal geht, dass man also nicht fahnenflüchtig wird, sondern bereit ist, die Schwierigkeiten zu überwinden.

Nachdem die rote Heide Konsequenzen gezogen hat, ist Müntefering nun doch bereit, als Arbeitsminister und Vizekanzler zur Verfügung zu stehen. Ein gewisses Mindestmaß an personeller Konstanz ist m.E. zugleich auch Respekt vor dem Wähler. Stoiber bleibt in Berlin, Nahles wird Generalsekretär und beide werden beweisen müssen, wie groß ihre konstruktiven Talente ausfallen.

Ein Zusammenreißen, fernab persönlicher Stimmungen, um dem Land und der eigenen Partei die Zukunftsfähigkeit zu stärken. So bleibt noch die Frage, wer als Parteivorsitzender geeignet ist, die SPD in schwierigen Zeiten zusammen zu halten, diese öffentlich gut repräsentiert und parteiintern einen Weg sachter Erneuerung geht.

Größe zeigt sich nicht zuletzt darin, wie Krisen bewältigt werden.

3 Comments:

At 01 November, 2005 10:26, Blogger Hellblazer said...

man fragt sich langsam, ob von unseren "Demokraten" eigentlich noch irgendwer weiß, was Demokratie bedeutet. Deutschland ist politisch eine Demokratie und keine Firma mit CEOs etc. - auch wenn seit Jahren widerspruchslos ein anderes Bild gezeichnet wird.

 
At 01 November, 2005 12:46, Blogger che said...

Der alte Brecht-Spruch zum 17. Juni scheint auch der Denke unserer Politiker zu entsprechen: Lösen Sie das Volk auf und wählen Sie sich ein neues!

Ansonsten: Da hat in einer demokratischen Wahl eine Kandidatin ein Amt bekommen, von der man es vorher nicht gedacht hätte, und es ist von "schwerer Krise" und Donnerschlag die Rede. Hallo? In Skagen ist ein Sack rostige Nägel ins Hafenbecken gefallen. Muss die Ostsee deswegen jetzt in Rotes Meer umbenannt werden? Man tut geradeso, als ob die normalen Instrumentarien demokratischen politischen Handelns und ihr Funktionieren (!) etwas Skandalöses seien. Oh Mann, im europäischen Ausland sind sich auf wechselnde Abstimmungsverhältnisse stützende Minderheitsregierungen etwas völlig normales.

 
At 01 November, 2005 12:49, Anonymous Rayson said...

Höre ich aus dem Beitrag zu Recht eine gewisse Nähe zur und Sympathie gegenüber der betreffenden Partei heraus?

 

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