* Komisch, ich schreibe hier so gut wie nichts mehr - aber die Zahl der Abonennten steigt?! Scheint also ein gutes Rezept zu sein...
* Habe einen schönen Titel für einen Film: "Die Meute"
* Ayn Rand ist sowas wie eine frühe Ausgabe von Ann Coulter für politische Literatur, angereichert mit einem Extraschluck wildesten Antikommunismus, der sich als Philosophie tarnt
* Fühle mich gut - und abgesehen von ein paar gesundheitlichen Malaisen plagt mich im Moment rein garnichts - sogar die schwer verheilenden eiternden Wunden, die mir seit Monaten zusetzen, machen ernsthafte Ansätze, zu verheilen - damit ich dann was vom Spätsommer habe. Geil!
* Meinem Schwarm junger Purpurprachtbuntbärsche geht es prima. Die Kleinen sind teils schon über 2 cm lang und aus dem Gröbsten raus. 21 junge Burschen und Burschinnen, hach, und prächtig sind sie auch schon! Vielleicht mache ich ein kleines Youtube-Filmchen dazu.
* Wie unglaublich unterschiedlich verschiedene Foren- und Internet-Gemeinschaften doch sind! Bin ich an dem einen Ort hoch geachtet, sodass sogar die größten Rüpel höflich und freundlich mit mir sind, gelte ich andernorts nahezu als Verkörperung all dessen, was bekämpfenswert ist. Es fehlt nicht mehr viel, und man wirft mir vor, nächtens Kinder zu rauben, um aus ihnen magische Kekse zu backen. Zu komisch - beides.
* Ich werde wohl alt. Neuestes Zeichen: Leute, die mir übel wollen oder mich als Gelegenheit zum Anstimmen von Spottgesängen nutzen, rufen bei mir Mitleid hervor. Ich will dieses Mitleid nicht empfinden, lieber wäre mir sowas wie Verärgerung. Aber kann nicht. Das muss das Alter sein. Oder etwas anderes, vermutlich genauso wenig Erfreuliches, dass sich in mir als etwas Angenehmes tarnt. So geht es mir nämlich auch mit den Älterwerden - ganz generell. Sogar die gesundheitlichen Probleme ändern dieses Gefühl nicht.
* Wenn man Niederlagen und die Einsicht in eigene Fehler als echten Gewinn empfindet: Ist das bereits Demut, oder anfänglicher Wahnsinn?
* Zu den erstaunlichsten und schönsten Entdeckungen der letzten Monate gehört der Hunger. Ich habe mir irgendwie angewöhnt, nur noch zu essen, wenn ich wirklich hungrig bin - am besten hungrig schon seit einigen Stunden. Seitdem nehme ich ab, ganz ohne Anstrengung. Und diesen Hunger, in Maßen: Den empfinde ich sogar als Steigerung der Lebensqualität. Mal sehen, wohin das führt - bislang sind es 16 Pfund weniger.
* Ach, es macht mir so eine Freude, meiner schlechten Neigung zu barocken Ausdruck ungehemmt nachzugeben. Wenn ich das, was ich dann schreibe, von jemand anderen lese, dann würde ich den Betreffenden erst einmal für völlig bekloppt halten - ganz unbarock formuliert. Ich denke, dass sind die Spätfolgen des einstigen Bücherkind-Daseins.
* Wie unterschiedlich diesige Sommer-Sonntagmorgen doch sein können! Dieser heute ist wunderschön.
* Was wäre eigentlich, wenn "die Wirtschaft" uns weniger schulmeistern würde? Wenn z.b. in politischen Talkshows nicht die immergleichen Verbandsfunktionäre der Wirtschaft säßen, sondern regelrecht geistreiche Menschen?
* Gestern Abend versehentlich in einen Film mit Steven Seagal reingezappt. Unerträglich. Alles. Wie macht der das bloß? Und während ich gerade durchs Internet treibe, eine Wikipedia-Seite über ihn lese, erfahre ich, dass er auch noch Musiker sein soll. Auch das noch! Wird wohl was "sehr Männliches" sein, sehr amerikanisch, vielleicht irgendein verstaubter Heavy Metal-Kram. Jedenfalls verstaubt.
* Knapp daneben: Country mit diversen Einflüssen, v.a. Blues und Reggae. Den Song, wo er ein
Gespräch mit seinem Hintern besingt (sofern man das noch als Gesang durchgehen lassen kann) fand ich jedenfalls zum Kotzen. Es bleibt dabei: Seagal ist ein Phänomen der Widerlichkeit - für mich.
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