01 Mai 2009

Neoliberalismus ist totalitär

In der Welt der vom Neoliberalismus direkt oder indirekt geprägten, und von der Arbeitsagentur bezahlten Karriereberater steht das "Sich-selbst-neu-Erfinden" nicht für eine intrinsische (also: wirklich selbst gewollte) Veränderung, sondern für ein nahezu totales Unterordnen des betroffenen Individuums unter die Erfordernisse externer Stellen.

(siehe Diskussion hier bei Che)

Man erwartet vom Individuum, es möge sich doch bitte gefälligst neu erfinden - und zwar durchaus auf das Gründlichste, bis hin zum Habitus und zu jenen Attributen, die eigentlich als ureigene Ausdrucksform des Individuums gelten. Frisch umgemodelt, wird der "Sich-selbst-neu-Erfinder" zu einer Vermarktungsmaschine, er "netzwerkt" zielgerichtet und ordnet seine sozialen Beziehungen gemäß den (vermuteten) Erfordernissen ökonomischer Verwertung am Markt.

"Der" (zu stark von Ungleichheit und Unfairness bestimmte) Markt wird hier zu einer deutlich herrschaftsähnlichen Kollektiv-Instanz, dem sich das zu Gestaltung fähige, aber ökonomisch schwache (oder: geschwächte) Individuum (mitunter inklusive seiner sozialen Beziehungen!) durch ein "Sich-selbst-neu-erfinden" unterwirft.

Das "Sich-selbst-neu-erfinden" wird hier, liebe Rechts"liberalen", zur Ausdrucksform eines totalitären Mechanismus.

Neoliberalismus ist totalitär - gezeigt an der Formation bzw. Deformation des Begriffes vom "Sich-selbst-neu-Erfinden". Beitrag gewidmet dem Tag der Arbeit 2009.

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29 September 2008

Hypo Real? Weg damit! SPD? Weg damit!

Diese Zocker hat es jetzt auch erwischt. Beim Herumspekulieren auf dem US-Immobilienmarkt sind jetzt 10 Milliarden Euro verschütt gegangen. Bitte: Keine Steuer-Milliarden dafür - weg mit dem Dreck!

+++ Update +++

Idioten-Steinbrück und das Bundeskabinett wollen in Form einer "Staatsgarantie" der Hypo Real bis zu 29,4 Milliarden 26,6 Milliarden Euro in den Rachen werfen. Eine Staatgarantie für Zocker. Die großen Freunde der Privatbanken verteilen unser Geld aus vollen Taschen. Unfassbar dumm, nicht nur, weil dies ohne jegliche Gegenleistung erfolgt.

Ich stehe kurz vor einem öffentlichen Mordaufruf. Ganz sicher aber wünsche ich, dass Steinbrück und seine privatbankenfreundliche neoliberale SPD-Sektiererpartei politisch verschwinden.

KEINE STIMME FÜR DIE SPD 2009 !!

Das war der letzte Tag, wo ich mit dieser SPD sympathisiert habe. Ab jetzt wird sie politisch bekämpft. Der Seeheimer Kreis muss zerschlagen werden, und mit ihm alle seine widerwärtigen Politiker, die unser Land auf Kosten der Bürger zugrunde richten.

KEINE STIMME FÜR DIE SPD 2009 !!

+++ Update +++

Soeben wurde Steinbrück von Feynsinn erklärt.
Willi Hemetsberger erklärt im Standard, wo Bankenregulation ansetzen muss: Bei den Großbanken.
In der Berliner Mottenpost werden die aktuellen Bank Runs resümiert.

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11 Mai 2008

Ich stelle gerade fest, leicht erschreckt, erstens, dass ich in Fragen der Wettbewerbspolitik und Wirtschaftsordnung noch völlig am Anfang stehe, zweitens, dass die Erkenntnisse und Diskussionen der sog. Freiburger Lehrgemeinschaft verschüttet zu werden drohen (während ein Blender wie Raffelhüschen als wirtschaftswissenschaftliche Lichtgestalt gehandelt wird), und drittens, dass die Möglichkeiten einer auf fairen Leistungswettbewerb zielenden Rechtsordnung durch den Vorrang der EU in "Wettbewerbs"fragen inzwischen ziemlich stark eingeschränkt sind. Dabei meint die EU, dass ihr in allen Fragen ein totaler Vorrang gebühre, die sich nur irgendwie als "europäisches Wettbewerbshindernis" (gemeint: Handelshindernis) auffassen lassen - und dazu gehören dann leider auch viele jener nationalen Rechtsbereiche und potentiellen Regelulierungswünsche, welche das eigentliche Wettbewerbsgeschehen verbessern sollen, wo also z.B. Kundenmacht und Arbeitnehmermacht gestärkt wird, wenn diese auf ansonsten übermächtige Wirtschaftsinteressen stoßen.

Übel in Bezug auf die tatsächlich verwirklichte Wirtschaftsordnung wirkt m.E. dabei auch die von tausenden Lobbyisten vorangetriebene EU-Tendenz zur Ausweitung der Geltungsbereiche bzw. Stärkung der Verwertungsmöglickeiten beanspruchter Patent- und Urheberrechte, welche einen Prozess der wirtschaftlichen Machtkonzentration fördern und Märkte bzw. die dort gehandelten Produkte von einem lebendigen Wettbewerb zunehmend abschotten oder dazu führen, dass für kleinen und mittlere Marktteilnehmer erhebliche Hindernisse zum Marktzugang aufgestellt werden. Es findet, hier gefördert von der EU, ein Prozess zur Verrechtlichung des Wirtschaftsgeschehens statt, der tatsächlich wettbewerbsmindernd wirkt und insbesonders kleineren Marktanbietern hohe Transaktions- und Marktzugangskosten auferlegt.

Vielleicht wäre es in diesem Zusammenhang hilfreich, wenn man den "Zugang als Anbieter zu ökonomischen Märkten" als Bürgerrecht auffassen würde - und gezielt (auch: rechtliche) Kleinunternehmerprivilegien schafft bzw. ausbaut.

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