05 April 2008

Pro Beck rant

So wird berichtet:
Auffällig aggressiv sind seine Attacken gegen Kanzlerin Angela Merkel und ihre CDU, dafür bekommt er von den Genossen besonders viel Applaus. Überraschend sind sie allerdings nicht: Merkel solle in ihren Reihen für die Einhaltung der in der Großen Koalition getroffenen Beschlüsse sorgen, fordert Beck.
Er fordert die Einhaltung des Koalitionsvertrages. Das ist frech. Auffällig aggressiv zuzusagen.

Ich glaube, dem hirntoten Beck-Bashing in den Medien fehlt es an Substanz. Vielleicht ist die Frisur von Beck nicht staatstragend genug - aber wenn es um Inhalte geht, wüsste ich nicht eine Sekunde lang, warum politische Witzfiguren wie Merkel, Schäuble, Glos, Pofalla, Koch oder Westerwelle im Vergleich zu Beck gut da stehen sollten, oder gar den Bürgerwillen repräsentieren.

Kein schlechter Parteivorsitzender

V
erglichen mit den Aasgeiern des Seeheimer Kreises (CDU light) oder den Karrieristen namens Netzwerker (eine Pseudoelite sanft kommunizierender Neoliberalisierer) ist Beck relativ links. Tatsächlich hat sich unter Beck das Gewicht der SPD-Linken innerhalb der Partei erhöht. Was Beck noch nicht zu einem Linken macht. Es macht ihn nicht einmal zu einem guten SPD-Parteivorsitzenden, aber auch nicht - abgesehen von seinen taktischen Fehlern der letzten beiden Monate - zu einem schlechten.

Da gabs schon deutlich schlechtere, z.B. Scharping (dem ver-hunzingerten Krötenkassierer und Gräfinbeglücker), Platzeck (dem das Amt zuviel wurde), Schröder (der das Amt nutzte um seine Partei innerlich zu schwächen), La Fontaine (ein verhinderter Volkstribun mit beachtlicher Denk- und Charakterschwäche), Björn Engholm (das Beste sagt man über ihn, indem man nichts über ihn sagt) usw. usf. Bis zur Hessenwahl lief es für die SPD garnicht mal so übel. Schon vergessen?

Beck-Bashing ist öde.

Es gehört in den Nullerjahren untrennbar zum Amt des SPD-Parteivorsitzenden, von den scheinkompetenten Medien zum Prügelknaben gemacht zu werden, und zwar völlig egal, was er tut und was er sagt.

So, und nun schaue man sich mal die bekloppten CDU-Gestalten an. Und die geifernden Gelben, die sich wieder auf Schwarzgelb freuen, oder zur Not auf billig verschnittenen Jamaikarum. Gelbe, die wie immer jeglichen Dreckmist mitzumachen planen, solange der ihren Klientelkreisen nützt, und den Interessen der übrigen Bürger schadet.

Der Unterschied einer roten Regeriungsbeteiligung zu Schwarzgelb mag manchen Träumer und mancher Träumerin nur minimal erscheinen, unwichtig vielleicht, aber in realer Form wird er mehr als fühlbar ausfallen, um es zurückhaltend harmlos auszudrückend. Im Hintergrund werden seitens der “Bürgerlichen” schon die Händel ausgehandelt, da mache man sich keine Illusionen, es fällt ihnen schwer, ihre Vorfreude nicht zu zeigen.

Nun, es schaut ja auch kaum jemand hin. Auch, weil Beck-Bashing soviel günstiger zu haben ist. Im Moment jedenfalls zum Nulltarif. Liebe Medien, der schwarzgelbe Traum eurer Chefredakteure ist nicht unser Traum.

Ihr Tiefflieger.

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1 Comments:

At 06 April, 2008 10:36, Anonymous Jochen Hoff said...

Latürnlich ist Beck-Bashing doof. Wer kann schon eine sprechende Hecke bashen. Aber was willst du sonst mit ihm anfangen. Er ist der typische Heilige für Pflaumenpfingsten. Vo allem etwas nur nichts richtig.

Der schreit doch gerade zu den ganzen Tag hau mich, oh haut mich doch endlich. Natürlich sind mir die Ziele unserer Medien auch klar. Aber wer Beck für links hält, glaubt auch das Dschingis Khan ein Scheiß-Liberaler war. Das sind halt Qualitätsmedien.

Manchmal gefällt er mir aber auch ausnehmend gut:

http://www.duckhome.de/tb/archives/2329-Hat-der-Beck-die-Pofalte-einen-Koeter-genannt.html

 

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