17 November 2007

Ich bin überrascht, dass es mich immer wieder erschüttern kann. Diesmal: Ein Bild in einem zeitgeschichtlichen Buch. Sein Oberkörper ist grotesk empor gereckt, gigantischer Prunk und Propaganda protzende Dekoration läuft in Sonnenstrahlen nachahmender Art auf ihn zu.

Alle Augen sind auf ihn gerichtet, jeder versucht seinen Nachbarn an Begeisterung und Stolz zu übertreffen, alle rechten Hände hervorgereckt zum Gruß. Alles gilt ihm. Ein Götzenbild eines Menschen - grotesk überhöht wie in einem absurden Autistentraum. Es wird Krieg und Massenmord verkündet, im Mittelpunkt des Geschehens steht ein kleiner und als Person lächerlicher Mann, der sich in diesem Moment wohl wie ein Gott zu fühlen versucht.

Soviel Wahn in einem Bild. Es ist schade, dass es das Bild im Internet nicht gibt.

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