15 November 2007

Bahnstreik, Rürup und warum eigentlich?

Ich frage mich, warum Rürup zum "Wirtschaftsweisen" erklärt wird. Nicht nur, dass viele einer Prognosen und Vorschläge nichts getaugt haben, schlimmer noch, der Großteil von dem, was er äußert, ist reine Interessenpolitik. Nun sagt er (während mehrere Großbetriebe bedingt durch den Bahnstreik lahm liegen und der Wirtschaft Verluste in zweistelliger Milliardenhöhe drohen), dass der evtl. längere Zeit dauernde Bahnstreik die Konjunktur nicht gefährde.

Apropos Bahnstreik: Es gehört zum demokratischen Grundrecht von Beschäftigten, dass sie sich die Gewerkschaft selbst aussuchen können, die sie vertritt. Gute Gründe haben sie ohnehin. Wenn es der Bahn nun zentral darauf ankommt, einen Tarifvertrag zu verhindern, dann verhöhnt sie damit nicht nur das Selbstorganisationsrecht der Beschäftigten, sondern in der Konsequenz auch den Rest der Gesellschaft - welche an den Folgen dieses Starrsinns leidet. Ich hoffe, dass der Bahnvorstand eine saftige Niederlage erleidet - und solidarisiere mich hiermit mit den streikenden Lokführern.

Nieder mit Mehdorn!

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2 Comments:

At 16 November, 2007 15:19, Anonymous Perspektive2010 said...

Nieder mit Mehdorn und Rürup, genau! Das Google-Ergebnis zu Rürup und dem neoliberalen Think Tank von Deutsche Post World Net, dem Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn, welches vorrangig mit Forderungen nach Workfare / Zwangsarbeit auffällt, ist eindeutig. Sag mir, mit wem Du im Bett liegst und ich sage Dir, was ich von Dir halte, Rürup!

Gruß

Alex

 
At 17 November, 2007 15:06, Anonymous Anonym said...

Ein Wort, das das ganze Problem enthält: Technokratie.

 

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