29 Juni 2006

Harte Worte

In der FTD äußert sich Thomas Klau zum patriotischen Morast und dem Versagen amerikanischer Medien.

4 Comments:

At 29 Juni, 2006 17:07, Anonymous Jochen said...

apropos patriotischer morast, wenn du wissen willst, worüber sich die italiener gerade aufregen guggst du hier:

Der Spiegel und italienische "Parasiten"

Hochnotpeinlich würde ich sagen.

Ach ja, und ich schreibe jetzt auch wieder, die Sucht kehrt zurück:)

 
At 29 Juni, 2006 18:21, Anonymous Anonym said...

Lieber Dr. Dean,

voll dabei, besonders hier:


"...Die Brutalität der Diktatur ist der Brutalität der Anarchie gewichen, die von den USA durch die leichtfertige Zerschlagung des alten Staatsapparats entfesselt wurde...."


"leichtfertig zerschlagen" wurden die zarten Bande der Familie Hussein zu ihrem geliebten Volk. Schnüff.

Wir hätten auch die alten Strukturen der DDR nicht leichtfertig zerschlagen sollen: die Stasi würde bei der Hartz4ler-Überwachung heute dringend gebraucht, und arbeitsscheue könnte man mittels Zwangsarbeit und Folterandrohung volksgemeinschaftlich in Wert setzen.

Für die ganz unbelehrbaren hätten wir immer noch Bautzen, und die Angst vor den nächtlichen Besuchen der Stasi, Sippenhaft und wilkürlicher "Staats"-Gewalt würde das Volk gefügig und auf Spur halten. Ein Volk, ein Land, eine Koalition! Und Wahlergebnisse von 98,9 % für die neue Einheitspartei CSED sichern.

Und überhaupt : die Mauer ! Nie wäre sie so nötig wie heute. An den Selbstschussautomaten würden sich viele soziale Probleme von selber lösen.

Also her mit den leichtfertig zerschlagenen Strukturen und das Volk geht gebückt, aber glücklich und zufrieden unter seiner Knute.

Es grüßt,


der Lebemann

 
At 30 Juni, 2006 23:16, Anonymous Lara said...

Nun ja, Lebemann, dass dein Vergleich nicht nur ein wenig hinkt, ist dir klar, oder nicht? Die DDR wurde nicht nur zerschlagen, die alten Strukturen der DDR wurden durch die alten Strukturen der BRD ersetzt. Und die sind für die von dir erwähnten Aufgaben mindestens ebenso gut geeignet wie die DDR-Strukturen: Hartz-IV-Überwachung kann der BND genauso gut, wenn die ganzen V-Leute gerade nicht damit beschäftigt sind, die rechte Szene zu führen, den Reichsarbeitsdienst führen wir gerade wieder ein, unsere Gefängnisse müssen sich hinter Bautzen auch nicht wirklich verstecken und die neue Einheitspartei (vulgo: Große Koalition) CSDUP (Christlich-Sozialistische Deutsche Unions-Partei) wird nach Einführung der importierten Wahlautomaten ganz schnell so tolle Wahlergebnisse erzielen.

Im Irak hingegen wurde nur zerschlagen und alles getan, was zu der aktuellen Situation führen _musste_.

Ich halte es auch nicht für Leichtfertigkeit - so dumm sind BushCo nun auch wieder nicht - sondern für volle Absicht. Der Irak sollte im Chaos versinken und solange Bush und Konsorten dort weiter schalten und walten können, wird sich auch nichts ändern. Die gehören alle vor den Internationalen Strafgerichtshof und das einzige, was das verhindert, ist das Recht des Stärkeren und eine paralysierte, willfährige Weltöffentlichkeit.

Lara

 
At 03 Juli, 2006 08:52, Blogger che said...

Der jetzige Zustand des Irak ist nichts Anderes, als konsequent realisierter Anarchokapitalismus. Hier zeigt sich, was passiert, wenn Neocons ihre Träume realisieren.

 

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