20 Dezember 2005

Zum Pipelinebau: Wer ist hier das Schlitzohr?

Man hört, die Streckenwahl für die Gaspipeline der Gazprom durch die Ostsee sei ca. 2,4 Mrd Euro teurer als ein Überlandbau. Schröder und Putin schlossen einen schwer nachvollziehbaren Pakt. Stimmt das? Ja!! Hintergrundartikel hierzu finden sich ->in der WELT und ->bei Russlandintern.

Die Streckenwahl mitten durch die Ostsee ist tatsächlich 2,4 Mrd teurer - somit eigentlich eine Verschwendung, aber leider notwendig. Polen und die Ukraine kassierten bislang hohe Transitgebühren bzw. erhielten teure Privilegien für ihr Durchleitungsmonopol. Die ordoliberale Gretchenfrage lautet:

Warum konnten sich die Beteiligten nicht vernünftiger einigen?

2 Comments:

At 22 Dezember, 2005 10:12, Blogger nixxon said...

Vernünftiger gings doch gar nicht, oder? Ohne die Zwangsabgaben an Polen, die Balten und die Ukraine wird das Gas durch die Ostseepipeline langfristig günstiger sein als über Land.

 
At 22 Dezember, 2005 14:30, Blogger Dr. Dean said...

Richtig vernünftig wäre es m.E. gewesen, wenn die Russen 2,4 Mrd. Euro gespart hätten, und davon vielleicht die Hälfte den Polen/Balten usw. überlassen hätten.

Es ist faszinierend, dass das nicht ging - und ich frage mich, woran eine vernünftige Einigung scheiterte.

Wäre ich Polen (nein: bin ich nicht), dann hätte ich von Russland z.B. 700 Mio velangt und im Gegenzug dann sichere Garantien angeboten. Alle hätten Gewinner sein können - doch jetzt sind alle Verlierer.

Die Ostseelösung verbuddelt sinnlos Geld in den Schlick der Meeres. Dazu kommt, dass Überlandleitungen einfacher zu warten sind.

 

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