19 Dezember 2005

Lesenswerter Artikel des Tages

Aus dem Baz-Blog empfehle ich diesen Artikel zu aktuellen politischen Entwicklungen in Bolivien. Bazinho meint:
Interessant wird nun nicht nur die Entwicklung des Landes sein. Auch die Reaktionen von Außen dürften wichtige Erkenntnisse liefern. Etwa über das demokratische Verständnis westlicher Eliten.
+++ Update +++

Vielleicht erlebt Südamerika schon bald seinen linksliberalen Frühling. Jedenfalls wird wird am 15. Januar 2006 Frau Bachelet die Wahl in Chile gewinnen.

2 Comments:

At 19 Dezember, 2005 20:41, Anonymous C.Lapide said...

Solange er sich nicht gebärdet wie Chavez oder Castro hat ein ein Anrecht drauf von den "westlichen Eliten" akzeptiert zu werden. Auch wenn er wohl eine falsche Politik machen wird und die Armut kaum reduzieren wird.
Die Pseudofeudalherrschaften Südamerikas durch Sozialismus zu ersetzen ist leider keine nachhaltige Lösung. Aber vermutlich kann man es den Leuten nicht verdenken, wenn sie glauben mit dem Sozialismus würde es besser werden.

Eine freiheitliche, sagen wir ruihig auch kapitalistische, Ordnung ist für Leute die aus einer dirigistischen Feudalgesellschaft kommen kein naheliegender Gedanke. Primär glaubt man, alles bessr machen zu können, wenn man selbst in der Postion ist, dirigistische Politik zu betreiben. Wie gesagt, man kann es den Leuten nicht verdenken, auch weil die "westlichen" Firmen in diesen Ländern ja auch nicht unbedingt als Exponenten einer freiheitlichen Ordnung auftreten, sondern sich, natürlich auch gezwungener Maßen, mit den Verhältnissen arrangieren. Dies ist natürlich auch nur bedingt zu verurteilen, schließlich haben Unternehmen ja auch kein Mandat, sich in die Innenpolitik eines Landes einzumischen.

 
At 20 Dezember, 2005 10:18, Anonymous bazinho said...

Die These, dass Unternehmen einzig dem Profit dienen und keinerlei Verantwortung für die gesellschaftliche Situation haben, in der sie ihre Gewinne erwirtschaften, kann ich so nicht gelten lassen. Ich weiß es ist zugespitzt und eine dieser Keulen, aber wenn ein Unternehmen einzig den maximalen Gewinn innerhalb der jeweils herrschenden Gesetze erwirtschaften muss, dann hätte man auch den Managern der IG-Farben nichts vorwerfen können, denn es waren die kostengünstigsten Arbeitnehmer und deren massenhafte Vernichtung ein riesen Geschäft und das innerhalb der damals geltenden Gesetze.

Nur kurz zu Chavez, man kann ihm sicherlich einiges vorwerfen, aber man muß anerkennen, dass er seine Wahlen regelmäßig demokratisch einwandfrei gewinnt. Und vor allem, dass er es im Vergleich zum vormaligen Wildwest-Kapitalismus geschafft hat die Armut signifikant zu reduzieren. Dass er gemessen an den westlichen Idealen durchaus kritisch zu betrachten ist, ändert nichts daran, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird. Während Chavez am Pranger steht, haben die westlichen Eliten keinerlei Probleme mit der Führung Kolumbiens, unterstützen diese gar. Und dass obwohl dort zumindest mit Duldung der Regierung Privatarmeen ganze Dörfer auslöschen.

 

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