26 Dezember 2005

Hurendienste der Ökonomen

Deutsche Wirtschaftswissenschaftler bzw. Ökonomen gelten als "kompetent" oder als berufene Politikberater. Warum eigentlich? Im internationalen Vergleich sind die meisten deutschen Ökonomen eher Versager, die nichts, aber auch rein garnichts zur Entwicklung ihres Fachs beizutragen vermögen.

Und solche Leute eignen sich zur Politikberatung? Vielleicht doch. Auch ein mittlerer Fachmann mag seinen Wert haben. Vor allem dort, wo er profunde Kenntnisse vorweisen kann. Dummerweise folgen die allermeisten deutschen Ökonomen dem Rollenmodell von Huren.

  • Das heißt einerseits, sie liefern fast ausnahmslos Gefälligkeitsgutachten ab, während sie sich davor scheuen, die Gefälligkeitsgutachten der geschätzten Fachkollegen zu entlarven. Hemmungslos liefern sie zu Themen "Beratung", die mit ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit nichts zu tun haben. Beispielsweise finden sich zahlreiche und höchst idiotisch hergeleitetete "Arbeitsplatzeffekte" bei untersuchten staatlichen Ausgabenprogrammen. Hokus Pokus Schwachsinnibus.

  • Sie nehmen es klaglos hin, dass vom Auftraggeber abgelehnte Gutachten nicht veröffentlicht werden - was natürlich wenig zu Transparenz beiträgt. Die Überprüfung, der Vergleich, die kritische Auseinandersetzung mit Gutachten wird vermieden; selten werden die verwendeten Mikrodaten für fremde Überprüfung zur Verfügung gestellt. Sie sind desinteressiert in Bezug auf eine Organisation der Förderung von Beratungsqualität. Nachevaluation? Totales Desinteresse. Denn es geht um:

    Käufliche Gefälligkeiten.

  • Sie sind über die Gutachten hinaus käuflich, und lassen sich gerne von Wirtschaftsinteressen (dort, wo gut gezahlt wird) kaufen, ohne auf ihre Pflichten zu achten, z.B. für Consulting. Da werden sie also auf Kosten des Steuerzahlers in eine privilegierte Stelltung gebracht (Professur!) - und unterschreiten im Gegenzug z.B. ihre Lehr- und Forschungsverpflichtungen. Schlimmer noch: Sie lassen sich sogar von Firmen einkaufen, welche für Praktiken der Korruption höchst bekannt sind: Zum Zweck der Korruption.
  • Oder sie lassen sich anstellen, um Einfluss auf die Politik zu nehmen. Sie agieren gerne als Lobbyisten. Ob nun bei Roche (s.u. im Blog), ob für eine lügenhafte Propagandainstitution der Arbeitgeber (z.B. INSM), ob für Belange der Versicherungswirtschaft usw. usf. Sie lassen sich von Interessen leiten und empfehlen gerne Medizin, von der sie selbst nicht kosten wollen. Sie bringen schon lange keinen Erkenntniszuwachs mehr, sie schlagen sich i.d.R. auf die Seite der Stärkeren, angenehmerweise ist dies einträglicher, und das Allgemeinwohl gilt einigen von ihnen bereits als bekämpfenswerte Denkkategorie.
Mit wenigen Ausnahmen: Sie folgen dem Rollenmodell von Huren.

P.S. Ein Ökonom könnte hier einwenden, dass der messbare Nutzen von Wirtschaftswissenschaft mit dem Ausmaß von Hurendienst und Wissenschaftskorruption ansteigt.

2 Comments:

At 06 September, 2007 10:10, Anonymous Anonym said...

da muß man nicht mehr viel zu sagen

 
At 06 September, 2007 10:13, Anonymous Anonym said...

hurendieste für ökonomen,weiterer kommentar überflüssig.jedes land bekommt die ökonomen,die es verdient.

 

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