16 November 2005

Ökonomische Gedankensprengsel (5) - Angst als Währung

Nicht Geld, sondern Angst ist die Währung der Globalisierung, wenn missratende Wettbewerbsprozesse nur noch einen Fortschritt zu Lasten arbeitender Menschen kennen.
Der internationale Wettbewerbszusammenhang ist prinzipiell nichts Neues. Neu ist hingegen die Tendenz, den daraus resultierenden Wettbewerb nicht auf die Verbesserung von Produkten und Prozessen zu richten, sondern auf die Verschlechterung von Arbeitsbedingungen auf allen Seiten, weltweit.

Nicht immer trifft diese Beschreibung zu, gewiss. Ich lehne den internationalen Wettbewerb keineswegs ab, im Gegenteil. Jedoch halte ich es für erwägenswert, Bedingungen für einen fairen Wettbewerb zu formulieren. Wo Kinderarbeit gängig ist und Arbeitsschutz ein Fremdwort darstellt, ist erkennbar etwas aus dem Ruder gelaufen.

Ich halte es für überfällig, dass "neoliberale" Professoren, allen voran Leute wie Peffekofen oder Sinn, aussichtsreiche Vorschläge machen, wie derartige Fehlentwicklungen systematisch wie effizient bekämpft werden können. Sie haben ja recht, wenn Sie Initiativen wie Attac verhöhnen und auch andere Formen politischen Aktionismus gegen die Fehlentwicklungen der sogenannten Globilisierung für untauglich erklären. Also, wir benötigen gute Vorschläge.

Ich höre.

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