30 Januar 2008

Uppa. Edwards hat sich heute aus dem Präsidentschaftsrennen verabschiedet. Ich schätze, dass sich das eher für Hillary Clinton günstig auswirkt, besonders, wenn sie weiterhin das Thema "Rasse" zur Marginalisierung ihres Konkurrenten nutzt.

Trotzdem wird der Vorwahlkampf der amerikanischen Demokraten wohl etwas länger andauern. Denn, gewinnt sie den Supertuesday mit z.B. 60:40, so hat sie noch nicht genügend Delegierte. Aber sie erhält aktuell unverhoffte (?) Schützenhilfe:

Möglicherweise wirkt dies als Wahlkampfhilfe für Clinton - jedenfalls vom Zeitpunkt ideal, kurz vor dem Supertuesday, hat das FBI Antoin Rezko inhaftiert, während dies die Clintonkampagne für ihren Schmutzwahlkampf nutzt, zur Unterhöhlung der Glaubwürdigkeit von Barack Obama.

Andererseits verpielt sie mit dieser Art von "Washington Politics" ihre eigenen Sympathiewerte - und es wird ihr wohl kein zweites Mal gelingen, die Wähler mit tränenerstickter Stimme von ihrer menschlichen Seite zu überzeugen. Sie führt im Moment in den Umfragen (noch), aber mit jeden Tag, wo der Supertuesday näher rückt, wächst die Gefahr, dass Ihrer Kampagne die gleiche Überraschung droht wie in Iowa.

Fünf Tage - bis zum Supertuesday - sind in diesem Vorwahlkampf eine halbe Ewigkeit und in dieser Zeit kann sich ein deutlicher Vorsprung in eine gescheiterte Kandidatur verwandeln. Bislang lag fast jede Umfrage in diesem Wahlkampf rund 10 Prozent (!) neben den tatsächlichen Wahlergebnissen. Andererseits: Beinahe die Hälfte aller demokratischen Wähler hat sich bereits festgelegt - und die meisten hiervon auf Hillary Clinton. Trotzdem, der Drive geht wieder in Richtung Obama - es liegt eine Sensation in der Luft. Auch scheint die Unterstützung durch die Kennedy-Familie Gewicht zu haben.

Ich tippe für den Supertuesday auf einen sehr knappen Überraschungssieg von Barack Obama.

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