21 November 2006

Killerspiele wie Counter-Strike verbieten?

Angesichts der großen Verbreitung sogenannter "Killerspiele" halte ich es für sehr zweifelhaft, ob es einen auslösend kausalen Zusammenhang zwischen Egoshootern wie Counter-Strike und vereinzelten Amokläufen gibt.

Eher schon ist es der tiefe Frust vereinzelter Schüler (hier der komplette Abschiedsbrief), sowie die Faszination für Waffen. Ich halte Uwe Schünemanns Verbotsinitiative daher für dämlich. Sogar extrem dämlich. Für seine untaugliche Symbolpolitik verdient Schünemann einen ordentlichen Tritt in seine Eier. Finde ich.

Eher schon dürften Zugang zu Waffen, Waffenliebhaberei (wie pervers!) und nicht zuletzt die Berichterstattung in den Medien über den Vorbildeffekt eine gewisse auslösende Wirkung haben. Sollte man deshalb die Berichterstattung über Amokläufe verbieten? Iwo.

Eine Lehre, die man m.E. aus dem Amoklauf ziehen könnte, ist: Vereinzelung tut nicht gut. Vereinzelung und das Gefühl sozialer Zurücksetzung können sogar töten.

2 Comments:

At 22 November, 2006 23:26, Anonymous flatter said...

Verbote sind die dümmste Reaktion auf unerwünschtes Verhalten. Stoiber fährt natürlich auf demselben Zug. Ich habe mich des Themas einmal intensiver angenommen.

http://feynsinn.org/?p=325

 
At 07 Dezember, 2006 14:51, Anonymous Anonym said...

ich kann mich dem nur anschließen. ich spiele selber gerne ego shooter und bin auch im rl ein sehr guter schütze aber deshalb bin ich noch lange kein amokläufer oder gefährdet.
außerdem sieht man in der welt und im internet viel schlimmere dinge als in solchen spielen.leider wird es solche leute immer wieder geben und daran ändert es dann auch nicht's das man spiele wie counter strike verbietet.

 

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