05 Juli 2008

Ist die FDP des "liberalen" Militaristen Rainer Stinner eine Denunziantenpartei? Diese Aussage wäre eine starke Übertreibung. Obwohl...

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22 Juni 2008

Ludwig Mises als völkischer Rassist

Ludwig Mises, der gefeierte Vordenker sogenannter "Liberaler", beschied 1927 den Russen, diese gehörten zu...:
"...den Barbarenvölkern zu beiden Seiten des Ural, deren Verhältnis zur menschlichen Zivilisation nie ein anderes gewesen ist als das von Wald- und Wüstenräubern, die von Zeit zu Zeit Raubzüge in das Land der Zivilisierten unternehmen, um dort etwas zu ergattern. Dieser Unterschied bewirkt es, daß der Faschismus sich niemals in einer solchen Weise von der Macht der Ideen des Liberalismus zu befreien vermögen wird (...)"
Da kann man mal sehen, wie "weitblickend" und überaus "liberal" dieser Ludwig Mises ist. Ach, Quellenangabe? Na klar, das steht so in seinem zentralen Werk "Liberalismus" aus dem Jahr 1927, wo Mises erläutert, wie liberales Denken auszusehen hätte. Zum Beispiel: Falls auf demokratischen Weg die Interessen von Arbeitnehmern das Schwergewicht in der Politik erlangen, so hat dieser Ludwig Mises auch nicht das Geringste gegen einen Putsch durch Faschisten einzuwenden, ganz im Gegenteil, die faschistische Entmachtung von Arbeitnehmern und den ihnen nahe stehenden demokratischen Politikern rechnet er, tatsächlich, zur Rettung der Gesittung Europas. Mises schreibt: "Das Verdienst, das sich der Faschismus damit erworben hat, wird in der Geschichte ewig fortleben."

Kein Wunder, dass Ludwig Mises im Jahr 1933 auch am Putsch des Klerikalfaschisten Dollfuß rein garnichts auszusetzen hat. Im von jeglicher Arbeitermacht gesäuberten Wien fühlt sich Ludwig Mises pudelwohl, einzig stört ihn der Einfluss von ständischen Agrariern und die allzu enge Einbindung in das politische Tagesgeschäft, was seine Schriftstellerei hemmt.

Zurück zu den großen Fragen: Schuld am Naziterror und am Aufkommen des Faschismus in Europa ist übrigens, nach Ansicht von Ludwig Mises die Sozialdemokratie, und darüber hinaus, die "dritte Internationale", denn diese üblen Mordbuben hätten den Faschisten erst das gewalttätige Handwerkzeug geliefert.

Die Stiftungen, die mit hohen Geldaufwand (v.a. in Amerika) das Andenken an diesen "liberalen" Sektierer namens Ludwig von Mises finanzieren, wurden übrigens ausnahmslos von stark rechtsgerichteten bis rechtsextremistischen Unternehmern finanziert. In der heutigen FDP gilt Ludwig Mises inzwischen als liberaler Vordenker.

Noch Fragen?

(Ja, und bitte keine Hinweise darauf, dass sich Ludwig Mises hinterher von seinen völkischen Vorstellungen aus dem Jahr 1927 getrennt hat. Das war keine Leistung. Mir ist auch bekannt, dass Mises im Jahr 1927 kein reinblütiger Rassist war, eher gilt das Gegenteil. Mises ging es ohnehin nur um die Bekämpfung der Sozialdemokratie. Etwas anderes spielt für ihn kaum eine Rolle -und daher hat er z.B. auch niemals davon Abstand genommen, dass er alle Russen zu Vertretern eines stark zur Gewalt neigenden "Barbarenvolkes" zählte.)

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