08 Juni 2006

Ökonomie als Religion

Der wirtschaftsliberale Glaube an unbeschränkte Selbstheilungskräfte eines unbeschränkten Marktes ist in seinem Kern ein religiöses System. Besonders peinlich in dieser Hinsicht ist die Sekte der Hayekianer, in der die Analyse tatsächlicher Marktverhältnisse und die Prüfung von Vorbedingungen und Funktionsbedingungen von Märkten völlig aufgegeben wurden.

Leseempfehlung: ISBN 3-89518-349-0,
Alexander Rüstow: Das Versagen des Wirtschaftsliberalismus

2 Comments:

At 08 Juni, 2006 13:34, Anonymous Anonym said...

Ich hatte zu dem Thema mal folgendes gefunden (aber bisher nicht wirklich aufmerksam gelesen):

http://theol.uibk.ac.at/itl/283.html
http://www.offizin-verlag.de/aufsaetze/39aea9fe6f105/1.phtml

 
At 13 Juni, 2006 09:04, Blogger che said...

Als Philosoph oder Wissenschaftstheoretiker mag Hayek auch seine Qualitäten haben - aber seine rigide Ablehnung von Marktregulationsmechanismen ist der rationalisierte Amok eines entsetzten Zeitzeugen von NS und Stalinismus. Im Grunde ist diese Art von radikalem wirtschaftsliberalismus seit Ricardo obsolet.

Die Hayekianer sind noch einmal anders zu bewerten als Hayek selber, da es sich großenteils nur um reine Epigonen handelt.

 

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