Die Finanzmarktkrise hat ihren Scheitelpunkt überschritten
Die Finanzmarktkrise hat ihren Scheitelpunkt überschritten:
Das ist ein verwegene Aussage, besonders zum jetzigen Zeitpunkt, und ich komme im Wesentlichen nur aus intuitiven - schwer vermittelbaren - Gründen dazu. Die kommende Wirtschafts- und Konjunkturkrise ist damit noch lange nicht vorbei, ganz im Gegenteil, diese beginnt erst. Es lagert zudem noch viel Giftmüll in den Bankbilanzen, allemal genug, um fast das ganze Privatbankensystem zu zerstören. Indes, von nun an werden die Regierungen der OECD-Staaten jedes Bankbilanzloch mit Steuergeldern stopfen, die Regierungen konkurrieren mittlerweile untereinander sogar um den Titel des freigiebigsten Bankenretters aller Zeiten - des sog. FreiBaZ.
(merkwürdiger Weise kann ich mich nicht entsinnen, wann unsere Regierungen jemals ähnlich bemüht waren und ähnlich freigiebig mit Steuergeldern verfuhren, während sie auf Gegenleistungen vollständig verzichteten)
Aber diese Rundumversorgung für Zocker, dieses freigiebige Stopfen von Bankbilanzen, sie wird dafür sorgen, dass keine weiteren Implosionen von Großbanken stattfinden werden. Vielleicht fällt der Dow Jones noch bis 8000 (das wäre m.E. eine faire Bewertung) und der DAX auf 4500 - aber es ist nicht sicher, ob diese Tiefen tatsächlich noch erreicht werden. Es wird nicht mehr viele Monate dauern, und die Börsianer werden, trotz einer sich verschärfenden Wirtschaftskrise, wieder optimistischer in die Zukunft blicken.
Ich würde zur Zeit stattliche 40 Prozent des Vermögens in Aktien stecken (den Rest würde ich in gute Wohnimmobilien und in Termingeldkonten bei Genossenschaftsbanken stecken - und nicht einen Cent für Gold). Als Aktien halte ich BASF für 30 Euro, Daimler für 25 Euro, Deutsche Bank zu 40 Euro für eine z.Zt. sehr gute Empfehlung.
Allen Krisenbetroffenen (das sind indirekt wohl fast wir alle) wünsche ich eine gute Prise Mut, Kraft, Klugheit, Geschicklichkeit, Glück und Tüchtigkeit für die kommenden zwei Jahre.
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