07 August 2008

Goldenphoenix111 - Baustein zum Anthrax-Skandal

Wenn das kein übler Fall von Paranoia ist, dann weiß ich ja auch nicht:
Wildswan, you are quite right about what you said about KKG. If people look hard enough, have friends, relatives, perhaps financial resources, etc., then they can pretty much find out about whatever GLO they want. Kappas are noted for being lovely, highly intelligent campus leaders. Unfortunately, they labeled me as an enemy decades ago, and i can only abide by their "Fatwah" on me. I like individual Kappas enormously, and love being around them. I never choose an enemy, but they've been after me since the 1960s, and REALLY after me since the late 1970s. At one time in my live, I knew more about KKG than any non-Kappa that had ever lived. Unfortunately I've forgotten a lot . I've read the history of KKG that was written several decades ago about its fouding.*
Erläuterung. Solche Sachen schrieb der Anthrax-Attentäter. Das ist eine Ergänzung zu diesem Beitrag von mir und eine Antwort auf (nur eine von vielen) Fragen des Spiegelfechters, der noch daran zweifelt, dass Bruce Ivens der bzw. einer der Anthrax-Attentäter war. Bemerkenswert sind diesem Zusammenhang u.a. einige der Wikipedia-Aktivitäten des Attentäters Bruce Ivins (Quelle), besonders das hier. Nach meinen Recherchen kann man aber auch schnell daneben liegen (ich dachte in den ersten zehn Minuten, dass er das sein könnte und schätzte die Wahrscheinlichkeit auf 5-10% - von wegen).

Im Moment will ich noch nicht glauben, dass Bruce Ivins ein Einzeltäter ist. Zuviele Fragen sind noch offen. Es wäre schon reichlich bizarr, nicht nur, dass diese Art von Bioterrorismus nur einen Einzeltäter benötigt (der in einem Biowaffenlabor arbeitet), sondern auch, dass der Krieg gegen den Irak dann zu einen beachtlichen Teil auf einen merkwürdigen, kranken Einzeltäter zurückzuführen ist. Dann wird Weltpolitik, jedenfalls hier, zum zufälligen Ergebnis der Handlungen eines einzelnen Besessenen. Meine Lehre daraus, vorerst, ist erneut: Militär hilft nicht gegen Terror. Eher gilt das Gegenteil:

Militär macht krank.

* Quelle: FBI-Material zu Amerithrax, 07-524-M-01 search warrant affidavit

+++ Update 7.8.2008 +++

Nach Durchsicht des FBI-Materials wachsen meine Zweifel: Bruce Ivins könnte auch unschuldig sein. Er war zwar ein schräger Vogel und überdies psychisch krank, aber die Summe der Indizien weist nicht unbedingt auf ihn. Die Spuren weisen äußerst stark zum Biowaffenlabor von Fort Detrick, auch gibt es starke Belastungsargumente gegen ihn (u.a. sein Auskundschaften längerer geheimer Autofahrten), aber es ist nach meinem Dafürhalten ist das Belastungsmaterial leider nicht eindeutig. Den oben formulierten Schluss ("Militär macht krank") halte ich immer noch für richtig, sowohl in Bezug auf Bruce Ivins, als auch in Hinblick auf das Gesamtgeschehen.

Fort Detrick als Herd - aber nicht als einzig möglicher Ausgangspunkt

Offenbar - so lese ich das Material - ist es lediglich notwendig, über Kenntnisse in der Mikrobiologie zu verfügen, über den Zugang zu bestimmten waffenfähigen (!) Milzbrandsporen von Fort Detrick, sowie über ein recht simples Standard-Labor-Instrumentarium. Die in Frage kommenden Bakterienstämme konnten sehr einfach aus Fort Detrick herausgeschmuggelt werden - es gab z.B. keine Videoüberwachung. Zu allem Überfluss wurden die Sporen in Fort Detrick offenbar in einem waffenfähigen Zustand gelagert.

Das heißt, es gibt - wenn die (m.E. speziellen klein gezüchteten) Sporen herausgeschmuggelt wurden - nicht nur rund ein Dutzend Verdächtige in Fort Detrick, wie das FBI meint. Unter Umständen könnte es auch Verdächtige außerhalb von Fort Detrick geben. Sehr unwahrscheinlich ist das nicht. Es gab z.B. eine Reihe externer Firmen (u.a. zur Impfstoffentwicklung), mit denen Fort Detrick intensiv (!) kooperierte. Personen von dort könnten waffenfähige Sporen erhalten haben - zusätzlich denkbar ist meiner Meinung sogar die Möglichkeit, dass die fraglichen Sporen außerhalb des Biowaffenlabors von Fort Detrick vermehrt wurden. Sobald die speziellen, waffenfähigen Sporen einmal im Umlauf sind, ist es - gemäß der FBI-Materialien - nicht sehr schwierig, diese zu vermehren, das gewonnene Sporenmaterial zu trocken und dann (als Träger) mit einem feinen Staub zu mischen.

Es mag dennoch sein, dass Bruce Ivins der Täter war. Das Problem ist aber nicht ein einzelner verrückter Biowaffenforscher, sondern die umfangreiche - und damit unkontrollierbare amerikanische Biowaffenforschung.

1 Comments:

At 09 August, 2008 20:15, Anonymous Anonym said...

Keith Olbermann berichtete bereits am ersten August darüber.
http://www.msnbc.msn.com/id/3036677/#%2325978240

 

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