23 Juli 2007

Auf das subversiv-demokratische "Project for an old american Century" sollte unbedingt hingewiesen werden. Auch deshalb. Mittlerweile teilt mehr als 50% der amerikanischen Bevölkerung diese Kritik. Vielleicht nicht in dieser zugespitzten Form. Aber dem Inhalt nach. Bei Che versuche ich Merkmale von Wirtschaftsfaschismus zu definieren. Besonders toll ist es nicht geworden - aber ein erster, wenngleich überzogener Versuch. Teils sogar erschreckend passgenau. Meine Hauptkritik (an mir selbst) lautet, dass damit ernsthafte Faschismusdefinitionen unterminiert. Das ist keine kleine Kritik.

Es wäre daher m.E. passender, eigentlich auch treffender, in den beschriebenen Fällen von Wirtschaftstotalitarismus zu sprechen. Aber, will man wirklich präzis sein, müsste man für das Beschriebene (einen bis zur Menschenfeindlichkeit übersteigerten doktrinären Neoliberalismus) einen Begriff zwischen Faschismus (der zu Teilen sogar in seiner spezifischen Gestalt gegeben wäre!) und Totalitarismus finden.

Andererseits und unabhängig von dieser (durchaus fragwürdigen) Anwendung: Der Versuch, den Begriff des Faschismus so zu gestalten, dass er nur auf historische Erscheinungen zutrifft, bzw. möglichst nur auf Nationalsozialismus und italienischen Faschismus, ist ebenfalls kritikwürdig, ja, vielleicht sogar bereits ein klitzkleines Stückchen reaktionär...

Tja, und so grüble ich und übelege.

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